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Das ist diese Woche in Zürich passiert: Cannabis für Minderjährige +++ Gonzo baut Bar & Imbiss +++ Bodycams für Polizisten?

08. April 2016
Chefredaktor

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1. Cannabis für Minderjährige

Gute Nachrichten für alle jungen Kiffer? So halb. Wie andere grosse Schweizer Städte versucht auch Zürich über den experimentellen Weg Cannabis und damit das Kiffen zu legalisieren. Der Weg dahin ist allerdings nicht ganz einfach. Weil Hanf auf nationaler Ebene als eine verbotene Droge gilt, müssen die Städte/Kantone den Umweg über wissenschaftliche Experimente gehen.

Zürich will darum testen, ob es 16- bis 18-Jährigen Kiffern gut tut, wenn sie legal an THC-haltige Produkte kommen und so ihr häufiges Kiffen in den Griff bekommen, dies schreibt der Tagi. Allerdings will dieses Experiment Jugendliche vom Kiffen wegbringen, statt dieses zu legalisieren. Doch genau dies, die Entkriminalisierung von Cannabis, hat sich die Stadt Zürich 2010 auf die Fahnen geschrieben. Ein Schritt zurück, dann fünf nach vorne? Wir hoffen es und bleiben dran.

2. Was hat der Kanton gegen unser Zürich?

Erst diese Woche forderten wir an dieser Stelle ein autofreies Zürich. Die Gründe liegen auf der Strasse: Weniger Lärm, bessere Luft, weniger Kosten für die Infrastruktur. Nun will uns der Kanton einen fetten Strich durch die Rechnung machen und fordert ein Ende der linken Verkehrspolitik, wie der Tagi berichtet.

Konkret: Die bürgerlichen Kantonsräte wollen bestimmen, wo und ob die Stadt 30er-Zonen einrichten kann. Das bedeutet: mehr Verkehr in den Quartieren, mehr Lärm, schlechtere Luft und mehr Kosten für den Unterhalt der Strassen. Genau das, was wir nicht wollen.

3. Polizei dein Freund und Filmer?

In letzter Zeit häufen sich gewalttätige Angriffe auf Zürcher Polizisten. Um die Uniformierten besser zu schützen, sollen diese nun mit sogenannten Bodycams ausgestattet werden, welche bei Bedarf eingeschaltet werden und den Einsatz filmen können. Wie 20 Minuten berichtet, wird in Zürich ein Pilotversuch konzipiert.

Bis zur dauerhaften Umsetzung müssen noch einige grosse Fragen geklärt werden: Wann darf gefilmt werden? Wer besitzt die Daten? Wie dürfen diese genutzt werden? Hat der Gefilmte ein Recht an seinem Bild? Was passiert bei Polizeigewalt? Wer entscheidet, was gelöscht wird? Das heutige Polizeigesetz regelt keine dieser Unklarheiten.

Eine Möglichkeit wäre, dass eine unabhängige Stelle die Aufnahmen verwaltet und über deren Einsicht verfügt. Problematisch wird es, wenn die Stadtpolizei selber alle diese sensiblen Fragen beantworten und die Hoheit über die Filme besitzt. Übergriffe gibt es nicht nur auf die Polizei, sondern auch von der Polizei. Bodycams könnten eine Chance sein, die Gewalt auf beiden Seiten einzuschränken. Aber nicht, wenn die eine Seite alleine darüber entscheiden kann. 





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4. Das Gonzo kocht bald dein Essen

Diese Überschrift stimmt so nicht ganz (#Lügenpresse). Aber immerhin fast. Denn die Betreiber des Gonzo bauen im gleichen Haus im Erdgeschoss eine neue Bar und einen Imbiss, wie sie gegenüber Tsüri.ch bestätigen – allerdings gehört es nicht zum Club, sondern funktioniert eigenständig. Das genaue Konzept wollen die Unternehmer noch nicht verraten. Klar ist erst, dass die Bar und der Imbiss auch am Tag gemütlich sein sollen und sich die Macher schon sehr auf die Eröffnung Anfang Herbst freuen.

Warum eigentlich keine Vergrösserung des Clubs? «Das Gonzo funktioniert so wie es ist. Wir wollen nicht, dass dieser Groove zerstört wird», so Co-Betreiber Anatol Gschwind. Wir freuen uns und halten dich auf dem Laufenden.

Titelbild: Instagram/highlifestyle.ch

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