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Was ist eigentlich diese «Critical Mass»?

Immer am letzten Freitag im Monat fahren hunderte Velofahrer*innen gemeinsam durch die Stadt. Wer sind sie und was wollen sie?
25. April 2019
Chefredaktor

1. Was ist «Critical Mass»?

Die Bewegung findet ihren Ursprung in San Francisco. Im Jahr 1992 sind dort zum ersten Mal mehrere Velofahrer*innen für eine Stadtrundfahrt zusammen gekommen. Durch die kritische Masse an Velofahrer*innen wird der Auto-Verkehr «zufällig» blockiert. Auf der Webseite von Critical Mass Zürich steht dazu: «Im Gegensatz zum motorisierten Verkehr, der tagtäglich unsere Strassen versperrt, handelt es sich hierbei um einen Stau ohne jegliche Umweltverschmutzung. Zudem erlaubt dieser Stau eine soziale Interaktion zwischen den Verkehrsteilnehmer*innen, da sie nicht durch eine Karosserie isoliert sind.»

Die Bewegung hat sich von San Francisco über die ganze Welt verbreitet; derzeit finden in über 300 Städten monatliche Rundfahrten statt.

2. Wer organisiert die Fahrt?

Niemand, so heisst es «offiziell». Im Facebook-Event steht geschrieben: «Es gibt keine*n Organisator*in, es ist keine Route vorbestimmt. Wer zuvorderst fährt legt den Weg fest. Zusammen schauen wir, dass alle mitkommen und sicher unterwegs sind.» Und: «Das Motto lautet: Wir behindern nicht den Verkehr, sondern wir sind der Verkehr!»

3. Warum mitfahren?

Es gibt vier gute Gründe!

  1. Frische Luft und Bewegung ist doch gut. Sagen sie.
  2. Mit Freund*innen velölen und dabei ein Bier trinken ist sehr spassig.
  3. Wenn du mitfährst, setzt du dich für den Veloverkehr ein.
  4. Wann sonst kannst du per Velo mitten auf der Hardbrücke fahren? Eben.

4. Was ist eine kritische Masse?

Der Begriff der kritischen Masse gibt es in verschiedenen Bereichen; zum Beispiel in der Kernphysik oder in der Spieltheorie. Hier beim Velofahren geht es darum, eine kritische Masse zu erreichen, welche nicht den Verkehr behindert, sondern der Verkehr ist. Lediglich zwei Velofahrer*innen sind beispielweise viel zu klein als kritische Masse und gingen im Verkehrschaos auf der Hardbrücke unter. Hunderte Velofahrer*innen sind aber bereits so viele, dass sie sich die Strasse «nehmen» können.

Wie Marco Cortesi von der Stadtpolizei Zürich auf Anfrage mitteilt, gibt es in Zürich keine gesetzliche Regelung, wie viele Menschen eine kritische Masse bilden; dieser Begriff ist also nicht genauer definiert.

5. Ist das erlaubt?

Ja. Zumindest im Sinne von: Die Rundfahrten wurden bisher immer toleriert. Bei der Polizei seien bisher noch nie Gesuche für die Rundfahrten eingegangen. Auch habe es bisher keine Interventionen von Seiten der Polizei gebraucht, weil sich die Velofahrer*innen stets korrekt verhalten hätten, so Cortesi.

  • Die nächste Critical-Mass-Fahrt startet am Freitag, 26. April um 19 Uhr vom Bürkliplatz.

Titelbild: ZVG/Critical Mass Zürich

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