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«Black Lives Matter»-Demo: «Was wünschst du dir?»

Über 10'000 Menschen nahmen am Samstag an der «Black Lives Matter»-Demonstration in Zürich teil. Auch die Tsüri-Redaktion war dabei – mit Stift, Papier und einer Wunschbox.
15. Juni 2020

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Text: Rahel Bains, Lara Blatter / Fotos: Laura Kaufmann


Seine Meinung kundtun kann man heute ganz einfach im Netz. Wir waren am 13. Juni an der «Black Lives Matter»-Demonstration jedoch mit Stift und Zettel unterwegs, damit die Demonstrant*innen ihre Wünsche in unsere «Wunschbox» werfen konnten. Wünsche für die Zukunft, aber auch für die mediale Berichterstattung in Bezug auf Rassismus, wobei Letztere in den vergangenen Tagen bekanntlich für Diskussionen sorgte.

Was wünschst du dir von den Medien?

Wenn es um Rassismus geht, sollten die Menschen zu Wort kommen, die eine Ahnung davon haben, respektive Erfahrungen damit gesammelt haben. Mehr pro black Berichterstattung.
Rassenhass und herkunftsbedingte Vorurteile raus aus den Medien.
Mehr selbstverständliche Diversität, das heisst, dass Farbe etc. nicht thematisiert wird, sondern inkludiert.
Dass wir alle mehr über Rassismus in der Schweiz lernen.
Eine gesellschaftspolitische Medienwelt, voller präsenter Minderheiten... äh Abschaffung aller Klassifizierungen und Minderheiten, hin zum Menschen mit seinen tausend Seiten.
Ich wünsche mir, dass die Medien authentisch bleiben, sich nicht durch Hypes beirren lassen.
Gleichberechtigung und diverse Visibility

Was wünschst du dir für die Zukunft?

«No Justice, no peace» und «Black lives matter» wurde an der Demonstration lautstark gerufen. Viele Demonstrant*innen schrieben ähnlich knappe und prägnante Statements auf, wenige Stichworte genügen, um sich vorzustellen, wie sie sich die Welt in Zukunft wünschen: Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Akzeptanz, Nächstenliebe, Solidarität und Weltfrieden. Auch ausführlichere Wünsche fanden den Weg in die Wunschbox:

Meine zukünftigen Kinder sollten niemals gefragt werden, ob sie braun sind, weil sie ins Klo gefallen sind.
Ich wünsche mir, dass Mensch, Mensch sein kann, egal wie er*sie aussieht. Stoppt Rassismus und Vorurteile.
Auch nicht Direkt-Betroffene sollten sich informieren und engagieren.
Mehr Begegnungspunkte unserer Generation
Foscky Pueta
Ich wünsche mir, dass wir alle wertvoll sind, egal woher man ist, welchen Status, Hautfarbe, Religion oder Sexualität man hat.

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