Die dritte Ausgabe von Stoff für den Shutdown. Foto: zVg

9 packende Projekte, die während Corona entstanden sind

Für diesen Community-Fritig haben wir inspirierende Initiativen gesammelt, die während des Lockdown entstanden sind – von Essen für alle bis Stoff für den Shutdown.
29. Mai 2020

Am 16. März 2020 hat der Bundesrat in der Schweiz die ausserordentliche Lage verhängt. Statt in Schockstarre zu verharren, haben kreative Köpfe die neue Situation schnell genutzt und diese Initiativen und Projekte in Windeseile aus dem Boden gestampft.

Auf dieser Webseite sind nachhaltige und unabhängige Schweizer Labels aufgelistet. Dahinter stehen einzelne Menschen, die über Jahre kleine Unternehmen aufgebaut haben und von der aktuellen Situation besonders betroffen sind. Mit der Seite sollen Kund*innen darauf aufmerksam gemacht werden, gerade jetzt unbedingt kleine Labels zu unterstützen. Initiiert haben das Projekt Pauline Marie Treis von Jungle Folk und Matthias Hachen von Park Bags aus Zürich.

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Jeden Samstag werden an der Autonomen Schule am Sihlquai Essen an Sans-Papiers, Obdachlose und alle anderen, die es im Lockdown brauchen können, verteilt. Die Idee für die Aktion hatte der 22-jährige Amine Diare Conde. Ursprünglich startete er mit 5000 gespendeten Fertigmahlzeiten, mittlerweile kann er dank Spenden grosse Mengen einkaufen.
Mehr dazu: Artikel in der WOZ.

Die drei Ausgaben von Stoff für den Shutdown. Foto: zVg

Zwei Wochen nach Beginn des Lockdown lag Stoff für den Shutdown in den Briefkästen. Das Literaturmagazin enthält Texte zur jetzigen Ausnahmesituation. Finanziert wird es über Crowdify. Die dritte Ausgabe mit dem Titel «Hitzefrei» soll am 9. Juni erscheinen. Gut die Hälfte des Geldes ist schon zusammen. Journalist Benjamin von Wyl und Daniel Kissling, Geschäftsführer des Kulturlokal Coq d’Or in Olten, hatten die Idee für das Magazin.

Die Karte von Be (a) Local Hero. Screenshot Webseite.

Auf «Be (a) Local Hero» können sich einerseits Geschäfte eintragen, deren Existenz durch Corona bedroht wird und andererseits Kund*innen Unternehmen finden, die jetzt besonders Unterstützung gebrauchen. Auf der Karte findest du schnell heraus, wer sich in deiner Nachbarschaft über einen Einkauf freuen würde.

Mitgenommenes Essen aus dem Genovas. Foto: Cathrin Michael

Am 23. März hat Tsüri.ch zusammen mit Gastronom*innen und Freund*innen der Gastronomie die Plattform «La Résistance» gelauncht. Darauf finden sich Restaurants, die sich gegen eine komplette Schliessung und für Take-Away entschieden haben. Mittlerweile dürfen die Restaurants mit reduzierter Anzahl Tischen wieder öffnen, aber sind immer noch froh über den Take-Away-Betrieb.

Hinter Kapsel.Space steckt eine Gruppe von Künstler*innen rund um die Kollektive Perlaton, Blau-Blau und Exit. Ein Konzert? Oder lieber eine Vorlesung? Auf der Seite, die am 20. März online ging, findest du kuratierte Live Streams. Mit einer Spende kannst du die Künstler*innen unterstützen.

Community-Fritig
Member reden mit. Worüber wir jeden zweiten Freitag berichten, das entscheiden die Tsüri-Member. Aus drei Artikelvorschlägen zu einem bestimmten Überthema wie zum Beispiel Liebe oder Demos, wählst du als Member deinen Favoriten aus. Den Vorschlag mit den meisten Stimmen setzen wir um.

Der Hausnegroni aus der Sacchi Bar. Foto: Mikks

Am 16. März stand auch an allen Bartüren: «Geschlossen». Damit wir auch während des Lockdowns nicht auf Negroni Sbagliato und Amaretto Sour verzichten müssen, konnten wir über «Cheers to Support» die Drinks der Lieblingsbar nach Hause bestellen. Der Lieferservice ist mittlerweile beendet, dafür dürfen wir wieder in der Bar anstossen.

Das Corona Solifon bietet per Telefon Unterstützung für Menschen, die sich wegen Corona in einer schwierigen Arbeitssituation befinden: Beispielsweise falls jemanden gekündigt wurde oder jemand auf Abruf arbeitet und deshalb keine Arbeit mehr bekommt. Das Solifon wird durch Radio Lora unterstützt.

Das «Zentrum für kritisches Denken» sammelt deine Gedanken für die Post-Corona-Welt. Die Worte, Einsichten, Illustrationen und Bilder aus der Corona-Ära werden in einem Buch versammelt, damit sie nicht verloren gehen. Zurzeit wird der Inhalt gecrowdsourced, das Zentrum kuratiert die Beiträge und sammelt anschliessend per Crowdfunding die finanziellen Mittel für das Buch.


Welche Projekte haben wir noch vergessen? Sage es uns in den Kommentaren.


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