Crowdfunding

Wrrrmmm! Szene aus dem Video «Musik statt Lärm» der Lärmliga Schweiz. (Screenshot Video)

7 Zürcher Crowdfundings, die du unterstützen solltest

Damit du nicht den Überblick verlierst, haben wir für dich spannende und sinnvolle Crowdfundings recheriert. Das Beste daran: Mit deiner Unterstützung tust du nicht nur Gutes, mit den Goodies hast du auch gerade für die ganze Verwandtschaft Weihnachtsgeschenke!
18. November 2020
Community-Verantwortliche und Redaktorin

Der Klick auf den Titel führt dich direkt zum Crowdfunding.

Der Verein Happy Togo will 60 Pionierbäuer*innen im Togo bei der Umstellung von Mono- auf Permakultur begleiten. Während drei Jahren wollen sie 20 Hektaren Land aufwerten, das heisst die Felder diversifizieren und somit eine nachhaltige Bewirtschaftung derer ermöglichen. Die erste Zielsumme des Projekts wurde schon erreicht, es bleibt dir aber noch bis Ende November Zeit, sie zu unterstützen. Als Goodie winkt beispielsweise eine Playlist mit zwölf westafrikanischen Songs, kuratiert von beteiligten Bäuer*innen.

Willst du lieber ein landwirtschaftliches Projekt auf dem europäischen Kontinent unterstützen? Dann könntest du innovative Landwirtschaft in Sizilien fördern. Die Kooperative Valdibella ist eine langjährige Partnerin von Crowd Container und hat auf einem Brachland ein Agroforst Projekt lanciert. Das Crowdfunding läuft nur noch wenige Stunden. Muoviti!

Sizilien von oben. Foto: Screenshot Crowdfundingvideo.

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Von Sizilien weiter nördlich nach Zürich: Die App GreenPick soll dir helfen, schnell nachhaltige Angebote in deiner Nähe zu finden. Der Zürcher Verein Nivens sammelt derzeit Geld für die Realisation der App. Die Entwicklungskosten sind bereits gedeckt, im nächsten Schritt geht es darum, einen Kartendienst zu integrieren. Als Goodie winkt hier zum Beispiel eine Bio-Baumwoll-Tasche gefüllt mit feinen regionalen Snacks.

Bewegen wir uns weg von den nachhaltigen Projekten hin zu den Medien. Das (coole, supertolle, überragende) Stadtmagazin Tsüri.ch hat vor knapp zwei Wochen ein Recherche-Crowdfunding gelauncht, weil es herausfinden will, wem die Stadt gehört. Die Daten der Langstrasse konnte Tsüri.ch bereits bestellen und auswerten. Als nächstes folgt die Auswertung der Weststrasse. Für die dritte Etappe und die Analyse der Immobilien der Swiss Life fehlen noch rund 3000 Franken.

Wem der Boden in Zürich gehört, wissen wir nicht. Foto: Elio Donauer.

Das feministische Magazin FemInfo erscheint drei Mal im Jahr und widmet sich gesellschaftsrelevanten Themen aus kritisch-feministischer Perspektive. Kurz vor der 60. Ausgabe sind die Geldreserven von FemInfo ausgetrocknet. Per Crowdfunding soll das Magazin jetzt vor dem Budget-Tod bewahrt werden. Das Ziel: 20’000 Franken. Als Dank für deine Unterstützung bekommst zum Beispiel ein FemInfo-Abo für’s 2021. Ein ideales Geschenk, oder?

Der Vorstand von FemSwiss. Foto: zVg

Besonders Spass macht es ja eigentlich, ein Crowdfunding in den letzten Tagen zu unterstützen und mit seinem Beitrag über die Ziellinie zu helfen. Die Urban Equipe gibt ein Handbuch mit dem Titel: «Organisiert euch!» heraus. Eine Art Bibel für Vereine und Kollektive: Wie du einen Raum findest, wie du Politiker*innen überzeugst und wie man sich im Plenum streitet – all das steht drin, auch dank dem Wissen des Tsüri-Teams. 86 Prozent sind schon erreicht und das Crowdfunding läuft noch wenige Tage.

Auch Tipps vo Tsüri.ch sind im Handbuch drin. Foto: zVg

Du stehst mit deinem Velo am Lichtsignal und wartest bis es grün wird. Ein fetter Töff hält neben dir an und versucht mit lautem Aufheulen des Motors dafür zu sorgen, dass es schneller auf grün wechselt. Wer kennt’s nöd! Die Lärmliga Schweiz lanciert eine Kampagne für «weniger Poserlärm auf den Strassen» und fordert damit Lärmblitzer und harte Dezibel-Grenzwerte. Mit dem gesammelten Geld wollen sie ihren Clip unter die Leute bringen und so für die Petition mobilisieren.

500k würden wir nicht als klassisches «Zürcher» Crowdfunding bezeichnen, listen es aber hier als «Extra» auf: Im Herbst 2018 marschierte die rechtsextreme Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) auf den Messeplatz in Basel zu einer Kundgebung. Dagegen versammelten sich tausende, um den Rechtsextremen den Platz nicht Widerspruchslos zu überlassen. Jene, die sich ihnen in den Weg stellten wurden mit unzulässigen polizeilichen Mittel gesucht und teilweise festgenommen. Ihnen drohen Bussen, Verfahrenskosten und Gefängnisstrafen. Die gesamthaften Kosten aller Gerichtsverfahren in Basel belaufen sich auf mindestens 500'000 Franken. Dieser Betrag wird jetzt gesammelt.

Wieviel ist dir Zivilicourage wert? – fragt 500k. Foto: zVg

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