8 weitere Dinge, die Zürich auch noch privatisieren könnte ;)

Der Kantonsrat hat am Montag entschieden, dass die Wasserversorgung von Zürich teilprivatisiert werden soll. Die Linken sehen eine rote Linie überschritten. Wir haben da noch ein paar andere Ideen, was wir alles dem Markt überlassen könnten.
16. Februar 2018

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Eigentlich ist es eine Frechheit, dass Private mit den schönen Gewässern in Zürich keinen Profit machen können. Darum fordern wir die Privatisierung des Sees und der Limmat! Wer künftig baden will, zahlt pro Minute im Nassen. Das Spiel von Angebot und Nachfrage regelt den Preis. Sprich: Im Winter ist das Baden viel günstiger als im Sommer.

2. Die Luft

Bild: Pixabay/CCO

Alle Menschen brauchen die Luft zum Leben, warum sollte sie gratis sein? An einem Gut, das von allen zwangskonsumiert werden muss, kann viel Geld verdient werden. Der Sauerstoff denen, die ihn sich leisten können! Verschiedene Packages sind denkbar: Jahres-Flatrate, Prepaid Volumen und genaue Abrechnung nach Atemzug.

3. Die Bahnhofstrasse

Das Geld liegt nicht auf der Strasse? Von wegen! Ein Quadratmeter von der Bahnhofstasse kostet einen fünfstelligen Betrag, und die angrenzenden Liegenschaften vom HB bis zum See haben einen Wert von 14 Milliarden. Wir empfehlen ein Schritt-Abo für alle Passant*innen. Schwarzläufer*innen werden gebüsst und Velos verboten. Tramfahrer*innen und Angestellte der Luxusgeschäfte bekommen 30% Ermässigung.

4. Die Sonnenuntergänge

Bild: Pixabay/CCO

Warum sollen die schönen Sonnenuntergänge und der farbige Himmel für alle frei verfügbar sein?! Ein Luxusgut, das dringend auf den Markt gehört! Je röter der Himmel, desto teurer; bei Regen hingegen ists gratis.

5. Den Blick von der Waid auf die Stadt

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen: Wer die schöne Stadt Zürich von oben herab anschauen will, soll dafür bezahlen. Dieses Panorama hat es verdient, Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung zu sein.

6. Das Wort «Züri»

Dass da noch niemand drauf gekommen ist?! Das Wort «Züri» soll an den oder die Meistbietende verkauft werden. Und alle, die es in Zukunft laut aussprechen, müssen dafür eine saftige Lizenzgebühr entrichten. Das sähe dann so aus: «ZüriTM».

7. Den Uetliberg

Bild: Wikipedia Commons/Roland ZH/CC30

Es geschah aber zu der Zeit, dass die Zürcher*innen sonntags auf den Hausberg pilgerten und die Natur genossen. Und das bitteschön soll ein öffentliches Gut sein? Oh, Moment; ein Teil des Uetlibergs gehört schon heute einem privaten Unternehmer, der an der Abenteuerlust der Städter*innen mitverdient.

8. Die Polizei

Bild: Pixabay/CCO

Private könnten die Sicherheit in Zürich bestimmt günstiger und effizienter gewährleisten.

Und was könnten wir sonst noch privatisieren?

Titelbild: Pixabay/CCO

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