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7 Lieblingskunstwerke im öffentlichen Raum

Dort ein Brunnen, hier eine Statue – in der Stadt Zürich gibt es an fast jeder Ecke Kunstwerke. Wir haben die Lieblinge der Community gesammelt und erzählen hier ihre Geschichte.
26. Juni 2020

1. «Y»/ Steinschleuder im Hardaupark

Das «Y» mit defekter Schaukel. Foto: Seraina Manser

Am Fusse der Hardau-Hochhäuser steht dieses Ypsilon. Es ist nicht nur Kunstwerk, sondern gleichzeitig auch eine Schaukel. Der Künstler Sislej Xhafa ist der Erschaffer des Buchstabens, der seit 2011 dort steht. Da das Werk immer wieder mutwillig oder auch unabsichtlich beschädigt wurde, sind zwei der ursprünglichen Funktionen – das Schaukeln und das farbige Leuchten in der Nacht – aktuell ausser Betrieb, wie Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) auf Facebook schreibt.

2. Brunnen «Sirius» beim Hallenstadion

Eine Followerin auf Insta meinte: «Es gibt leider sehr wenige Kunstwerke von Frauen.» Ihr Lieblingswerk einer Künstlerin steht in Oerlikon vor dem Hallenstadion. Der Brunnen «Sirius» der Bildhauerin Annemie Fontana wurde für den Escher-Wyss-Platz entworfen. Im März 2018 wurde er abmontiert und im Herbst 2020 vor dem Hallenstadion wieder errichtet. Auch die Sitzmuschel im Strandbad Mythenquai stammt von Annemie Fontana.

3. Zahlenzug beim Lochergut

Zahlenzug und Trotti beim Lochergut. Foto: Seraina Manser

Dieses Kunstwerk auf der Seebahnstrasse ist etwas für die Bähnler*innen: Der Zahlenzug symbolisiert drei bedeutende Abschnitte des Zürcher «Eisenbahnzeitalters». 1857 wurde die Seebahnlinie Zürich-Graubünden eröffnet, sie führte damals noch ebenerdig durch die Quartiere Aussersihl und Wiedkon. 1927 wurde die Seebahnlinie dorthin verlegt, wo sie sich heute noch befindet und 2003 wurde die zweite Doppelspur von Zürich nach Thalwil in Betrieb genommen. Das Kunstwerk stammt aus der Feder von Paul Sieber.

4. Zebragruppe auf der Bäckeranlage

Die Zebras, die oft für Pferde gehalten werden. Foto: zVg

Ja – das – sind – keine – Pferde, sondern Zebras. 1943 wird die Bronzeplastik «Zebragruppe» aufgestellt. Der Winterthurer Bildhauer Rudolf Wening hat die drei tanzenden Pferde geschaffen. Tsüri-Redaktor Severin Miszkiewicz hat den Statuen und ihrem Schaffer einen Teil seiner Artikelserie «Denkmal: mal denken» gewidmet.

5. Akkuschrauberaufsätze am Escherwyssplatz

Eine Ode an das Industriquartier. Foto: Seraina Manser

Die fünf riesigen «Säulen» aus Backsteinen sind dir bestimmt auch schon aufgefallen: Für das Kunstfestival Art and the City im Sommer 2012 hat das Künstler-Duo Los Carpinteros, bestehend aus Marco Antonio Castillo Valdés und Dagoberto Rodríguez Sánchez, diese Towers entworfen. Die Form der fünf Skulpturen erinnert an Aufsteckelemente für Akkuschrauber und sind eine Ode an das Industriequartier.

Community-Fritig
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6. Der Engel im Hauptbahnhof

«Treffen wir uns unter dem Engel?» – viele wählen die riesige, farbige Figur von Niki de Sainte Phalle als Treffpunkt in der Bahnhofshalle. «L’ange protecteur» wacht in der Haupthalle des Zürcher Hauptbahnhofs über den Reisenden. Der Engel ist 11 Meter hoch und 1,2 Tonnen schwer, er wurde in drei Teilen von den USA per Schiff über Rotterdam nach Basel und Zürich transportiert. Alle drei Monate wird der Engel abgestaubt.

7. Ljmmat und Sjhl beim Platzspitz

Das Zürcher Künstlerpaar Hannes und Petruschka Vogel hatte keinesfalls Probleme mit der Rechtschreibung: Die Schriftzüge Ljmmat und Sjhl prangen an der Platzspitzmauer, dort wo die beiden Flüsse zusammenfliessen und sind eine Hommage an den irischen Dichter James Joyce und an seine Schreibweise. Dieser Ort war einer seiner Lieblingsplätze.

Alle «offiziellen» Kunstwerke im öffentlichen Raum findest du auf der Karte der Stadt Zürich. Einfach nach «Kunst im öffentlichen Raum» filtern.


Welches ist dein Lieblingskunstwerk? Sag es uns in den Kommentaren.


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