23. Dezember 2021 um 06:00

Aktualisiert 22.12.2021

7 Fotos, die das Tsüri-Jahr 2021 hervorragend beschreiben

Die Tsüri-Mitarbeiter:innen haben sich durch ihre Fotoarchive gescrollt und präsentieren dir hier ihre liebsten Aufnahmen aus dem 2021.

Fotobeweis eines schönen Abends auf der Glasmalergasse.

Traditionellerweise werfen wir Ende Jahr einen Blick zurück. Dieses Mal in Form von Fotos und den Geschichten dahinter.

1. Angetüdelt auf der Baustelle

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Fotoshooting auf der Baustelle.

Irgendwie bin ich über die vergangenen Jahre bei Tsüri.ch immer mehr zum Fotografen mutiert. Hiess es zu Beginn noch: «Elio hat eine Kamera, der soll mal noch ein Foto machen», mache ich das mittlerweile sehr gerne und schätze die Abwechslung, die mir diese Aufgabe bringt. Unsere Redaktionsleiterin Rahel Bains hatte mich für diesen Beitrag gefragt, ob ich kurz Zeit hätte, Joshua Amissah zu fotografieren. Dessen Freund feiere gerade Geburtstag, aber wir können das einfach auf seiner Party kurz erledigen. Glücklicherweise bekam ich zuerst einen Drink und erfuhr dann, dass Joshua Bildredaktor ist und für die Vogue und für andere Publikationen arbeitet. Pressure is on. Der Innenhof war wenig attraktiv für ein Foto und so beschlossen wir, durch den Zaun auf die benachbarte Baustelle zu wechseln. Zwischen Armierungseisen und schweren Geräten posierte Josh und es entstanden meine Lieblingsbilder von 2021. Das alles steht für mich für Tsüri.ch: Ein bisschen improvisiert; nicht viel Ahnung davon, was man eigentlich tut; ein Drink im Blut und irgendwie wird alles gut.

Elio Donauer, Civic Media Verantwortlicher

2. Spi-Spa(ss)-Spucktest

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Vorsicht, hier wird gespuckt.

In den letzten Monaten hatten wir verschiedenste Arbeitsformen. Zuerst Homeoffice. Dann wurde unser Team in die Gruppen Esel und Äffchen aufgeteilt und wir durften nur noch alle zwei Wochen ins Büro. Und dann gab es auch jene Wochen, in welchen am Montagmorgen jeweils ein gemeinsames Spucken stattfand, damit wir alle wieder im gleichen Raum sitzen durften. Bei der ersten Lieferung der Spucktests durch den Veloblitz waren wir mit all den Materialien dann aber doch ein bisschen überfordert. Schutzanzüge, Gummihandschuhe und verschiedenste Gefässe, um die Flüssigkeiten zu sammeln. Die ersten Unsicherheiten verschwanden bei der Durchführung sehr schnell. So gurgelten wir schon wenige Sekunden nach Ankunft der Materialien wie wild, bis Simon mit einem Gefäss bei allen vorbeikam, um die Flüssigkeiten einzusammeln. Diese wurden dann gut verschlossen ins Labor geschickt. Am Abend bekamen wir dann jeweils eine SMS mit dem Testresultat. Zum Glück war es immer negativ.

Emilio Masullo, Projektleiter

3. Brings uf d Strass à la Tsüri.ch

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Das Trottoir ist auch eine Wäscheständer.

Ich hätte natürlich einige peinliche Aufnahmen auf dem Handy, habe mich aber wegen Wahrung des Tsüri-Hausfriedens für dieses Foto vor dem Tsüri-Büro entschieden. Im April 2021 haben wir unser neues Büro im Parterre bezogen. Dieses Foto illustriert super, wie wir das Trottoir an der Glasmalergasse im Kreis 4 für unsere Zwecke benutzen. Hier trocknen wir inmitten des Gehwegs die Badehosen nach einem Schwumm in der Limmat und machen gleichzeitig Werbung für das Tsüri-Tüechli. Schlafplatz für Bürohündin Bella, Mittagstisch, Veloparkplatz oder Apérolocation – das Trottoir macht alles mit. Beschwert hat sich bis jetzt noch niemand. Ganz im Gegenteil, eine Nachbarin hat gemeint, wie schön sie es fände, dass wir Leben auf die Strasse bringen.

Seraina Manser, Community- und Memberverantwortliche

4. Tatkräftig im Ticino

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Das Tsüri-Team nach einer Woche in der Schoggifabrik im Bleniotal.

Nach dem (von mir erfundenen) Motto «Was schön war, soll man wiederholen» ging es im Frühjahr 2021 für eine Retraite erneut ins Tessiner Bleniotal. Dank den Lockerungen von Alain Berset und seinen Ratskolleg:innen war dies zum Glück mit einem negativen Testergebnis im Gepäck zu diesem Zeitpunkt wieder möglich. Und so wurde dort eine Woche lang in einer ehemaligen Schokoladenfabrik gelebt, gearbeitet, gespiesen und getanzt – und nicht zuletzt gebrainstormed, wie Tsüri.ch noch besser werden und seine Reichweite vergrössern kann. Es waren wie bereits schon 2020 wunderschöne Tage, die sich irgendwo zwischen Klassenfahrt und Arbeitslager bewegten und anders als bei beidem mit einem hohen Spassfaktor einher gingen. Nicht zuletzt dank reichlich Sprudelwein und dem besten Team, das man sich wünschen kann. Das Foto entstand übrigens kurz vor der Abreise zurück in die Zivilisation. Es ist auch das einzige Foto auf meinem Handy vom Tsüri-Team, das einigermassen professionell wirkt; was mir zugegebenermassen etwas zu denken gab...

Isabel Brun, Redaktorin

5. Weihnachtsessen in der Sci-Fi-Kuppel

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Ein körperloser Koch erklärt den Anwesenden seine Kreation.

Zwar bin ich erst seit Mitte August ein Teil von Tsüri.ch, doch es gab bereits in diesem Zeitraum einige unvergessliche Abende. Ein Abend, der mich wohl noch lange verfolgen wird, war unser Weihnachtsessen im «The5». Namensgebend für das Event waren die fünf Köch:innen, die ich im Nachhinein gerne als die kulinarischen Endgegner:innen bezeichne. Denn während jedem Gang, den wir erhielten, schwebten Kopf und Hände des:der jeweiligen Köch:in über uns und ermahnten zum Genuss ihrer kulinarischen Schöpfungen. Leider waren die Portionen eher klein. Deshalb war die geröstete Lattich-Hälfte auf den meisten Tellern bereits verschwunden, bevor der entsprechende Koch uns die Genialität dieser Mahlzeit erklären konnte. Über das Spektakel aus schwebenden Köpfen, Landschaften und Ornamenten, das sich in Form von Lichtspielen hoch über unseren Köpfen abzeichnete, waren wir alle ein bisschen verblüfft. Meine besondere Aufmerksamkeit galt jedoch während des ganzen Abends dem letzten Gang: Ein Schokoladenkuchen! Sehr zu meinem Missfallen hat das Team hinter «The5» ein anderes Verständnis von Kuchen. Was jede:r von uns kriegte, hatte die Grösse eines Kekses. Gut geschmeckt hat er trotzdem.

Michael Schallschmidt, Praktikant Redaktion

6. Als das Beinahe-Tsüri-Baby verkündet wurde

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Omg.

Es war einmal ein ganz normales Mittagessen: Plaudereien über dies und das, das Essen, die Getränke, die Stühle, das Leben. Irgendwie, wie es halt manchmal so passiert bei Mittzwanziger:innen bis Mittdreissiger:innen drehte sich das Gespräch um kleine Kinder und deren eventuelle Ankunft in naher oder mittlerer Zukunft. Wenn man kurz nicht aufpasst, entsteht plötzlich ein neues Gerücht. Diesmal: Der jüngste Redaktor (Name der Redaktion bekannt) ist in froher Erwartung (respektive seine Freundin). Das Gerücht (oder: der Running Gag?) verselbständigte sich und als Jonas und Rahel, welche beide beim Mittagessen gefehlt hatten, die Geschichte erfuhren, drückte Elio den Auslöser. Hier der Fotobeweis von zwei überraschten und einem amüsierten Gesicht. Und das, meine Lieben, ist die Geschichte vom Beinahe-Tsüri-Baby.


Simon Jacoby, Chefredaktor

7. Nominiert für den Reporter:innenpreis

Wo ist denn dieser Fredy Schönholzer?

Immer wieder ernte ich erstaunte Reaktionen, wenn ich verrate, mit wie wenigen Stellenprozenten wir es auf der Tsüri-Redaktion schaffen, unsere im Verhältnis grosse Anzahl an Geschichten zu publizieren. Es gab Monate in diesem Jahr, in denen wir lediglich zwei Vollzeitstellen besetzt hatten. 200 Prozent, die für spannende Geschichten aus deiner Lieblingsstadt, aber auch noch fünfmal in der Woche für das News-Briefing verantwortlich waren. Diese knappen Ressourcen sind unter anderem auch der Grund, weshalb wir uns immer wieder sagen: Qualität statt Quantität! Dies hat sich ausgezahlt: Vor einem Jahr setzten wir den preisgekrönten Journalisten William Stern auf das Phantom Fredy Schönholzer an. Tagelang vertiefte er sich in Recherchen, damit wir am 13. Dezember 2020 das gute Stück «Immo-König der Langstrasse: Das Phantom Fredy Schönholzer» publizieren konnten. Wenige Monate später erreichte uns die Nachricht, dass der Beitrag für den Reporter:innenpreis 2021 nominiert wurde. William ist übrigens seit ein paar Monaten fester Bestandteil unseres Teams: Zweimal in der Woche begrüsst und informiert er die gut 6500 Menschen, die unser Züri-Briefing abonniert haben. 

Rahel Bains, Redaktionsleiterin