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5 schöne Rennradtouren von Zürich aus

Du hast ein schickes Rennvelo und möchtest es mal über die Stadt Zürich hinaus ausführen? Unser Redaktor und Rennvelo-Enthusiast Kamil verrät dir seine liebsten Routen von Zürich aus.
09. September 2019
Redaktor

Auch wenn man in Zürich was anderes vermuten könnte, das natürliche Habitat des Rennvelos liegt ausserhalb der Stadtgrenzen. Zwischen den (mehr oder weniger) sanften Hügeln und Seen des Zürcher Umlands warten viele kleine und grosse asphaltierte Strassen, um von dir und deinem Rennvelo erkundet zu werden. Der Tsüri-Guide für Zürcher Rennvelofans bietet für Rennvelo-Anfänger*innen oder Profiradler*innen, die ihr Quartier erst kürzlich in die Stadt verlegt haben, praktische GPS-Routen zum nachradeln.

Die Routenvorschläge sind so ausgelegt, dass verkehrsarme Strassen bevorzugt werden und zu 99 Prozent auf Asphalt gefahren wird. Bei manchen Klassikern des Zürcher Umlands lässt sich an Feierabend und an schönen Tagen ein gewisses Verkehrsaufkommen nicht vermeiden. Deshalb: «Stay Safe» und wenn’s mal steiler wird einfach «chopf abe und durezieh!».

Den Routen kannst du mit der Komoot-App einfach auf dem Handy folgen oder auf dein GPS-Gerät laden.

1. Die Greifensee-Pfannenstiel-Runde

Nur schon der Aussicht wegen ist diese Runde wahrscheinlich mein Favorit unter den Rennvelotouren in Zürich. Für Gruppenausfahrten trifft man sich am besten beim Aussichtspunkt «Monte Diggelmann», etwas oberhalb der Universität Irchel. Nach dem Aufstieg dorthin sind sicher auch alle warmgefahren oder das erste Mal komplett ausser Atem.

Auf den praktisch autofreien Strassen zur Ziegelhütte ist die Stadt schnell verlassen und nach einigen Feldsträsschen sind wir am (rege benutzten) Radweg rund um den Greifensee angekommen. Sonntagsfahrer*innen machen in Niederuster eine Pause und hüpfen hier mit der mitgebrachten Badehose oder einfach gleich in Velohosen in den Greifensee. Pro Tipp: Die grandiosen und günstigen Burger vom Grillstand «8610 am See» für 9 bis 12 Franken, auch mit Vegi-Variante.

Liegt der Greifensee hinter uns, folgt sofort der Aufstieg zum Pfannenstiel. Trotz mittelschwerer Steigung ist der Pfannenstiel für Anfänger*innen eine kleine Herausforderung. Praktischerweise steht auf der Passhöhe aber gleich ein Brunnen, um den Bidon aufzufüllen. Belohnt wird der Aufstieg mit einer rasanten und langen Abfahrt zurück in Richtung Zürich mit stetigem Blick auf den Zürichsee.

2. Flugis beobachten in Regensberg

Diese Route zeichnet sich dadurch aus, dass man von Anfang bis Schluss immer irgendwie startende und landende Flugzeuge beobachten kann. Das macht auch Sinn, denn im erweiterten Sinne umrundet man auf dieser Runde einmal den Flughafen Zürich.

Die wahren Highlights dieser Strecke sind aber andere: Am Katzensee vorbei steigen wir sanft durch Wald und Wiesen hinauf zum mittelalterlichen Städtchen Regensberg am östlichen Ausläufer der Lägernkette mit einer grandiosen Aussicht in alle Richtungen. Nach einer kurzen und schnellen Abfahrt und einigen Kilometern durch kleine Dörfer folgt ein Abschnitt entlang der Landepiste 14/32 des Flughafens. Spätestens hier gehören die Hände an den Unterlenker, denn ohne Verkehr geht es auf einer militärischen Strasse der Landepiste entlang ewig nur geradeaus – zuerst etwas abwärts, dann eben und zum Schluss etwas aufwärts. Chopf abe und durezieh!

3. Die Pass-Klassiker bei Zürich: Buchenegg- und Albispass

Obwohl die Strassen über Albis und Buchenegg knapp unter 800 Meter hoch sind, werden sie als Pässe bezeichnet. Und weil Rennvelofahrer*innen Pässe besonders gerne haben, gelten Albis- und Buchenegg als Klassiker des Rennvelofahrens in der Region Zürich.

Die Pässe lassen sich auf verschiedene Arten miteinander kombinieren und von beiden Seiten anfahren. Die Anfahrt erfolgt entweder via Adliswil und zurück durch das Reppischtal oder umgekehrt. Die vorgeschlagene Route ist hierbei nur ein Beispiel, die Ausfahrt lässt sich beliebig erweitern und kombinieren, beispielsweise mit einer Extrakurve durchs Säuliamt.

Vorsicht aber vor der Buchenegg-Ostrampe, die ist ein richtiger «Sauhund» mit Steigungen von bis zu 12 Prozent. Sonntagsfahrer*innen packen auch hier die Badehose ein und hüpfen zum Schwimmen in den schönen Türlersee.

4. Tempo-Bolzen auf der Baden-Runde

Diese Runde ist was für sportlich orientierte Fahrer*innen, die sich beim Durchschnittstempo eher an der 30 als an der 20 orientieren. Ausgangspunkt ist hier das Triemli, wo der Aufstieg nach Waldegg schon etwas Schmalz in den Oberschenkeln braucht. Nach der Ortsdurchfahrt durch Birmensdorf folgt schon der letzte grössere Hügel der Runde nach Oberwil-Lieli und die Kantonsgrenze zum Aargau.

Danach heisst es nur noch volles Rohr geradeaus auf Strasse und Radwegen nach Baden, wo wir fast eine 180-Grad-Kurve zurück nach Zürich nehmen. Zurück durchs Limmattal können wir schnurstracks nach Zürich fahren oder eine kleine Kurve um das Kloster Fahr drehen.

5. Rund um den Zürichsee

Hierzu braucht es weder viel Erklärung noch eine Karte. Die Seestrassen um den Zürichsee sind wohl zu jeder Zeit relativ gut befahren, haben aber oft einen Radstreifen oder an der Goldküste beschilderte Velorouten durch die Quartiere.

Sportlich orientierte Fahrer*innen wählen die Seestrasse und befahren sie im Uhrzeigersinn. Dadurch fährt man immer auf der Seeseite und wird mit Blick auf den Kilometerschnitt seltener von einmündenden Kreuzungen gestoppt.

Pack also deinen Drahtesel und Velo-Freund*innen ein und drehe deine Runden wann immer es nur geht. Auch ausserhalb der Stadt ist das Velo das beste und sauberste Sport- und Verkehrsmittel.

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